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Gamescom, die Nullte

Der erste Tag auf der GamesCOM 2010

Der erste Tag auf der GamesCOM 2010

So, da wären wir also! Nach der Erleuchtung über das Ende des DB-Angebots „Quer-durch-Deutschland“ und der darauffolgenden durchaus konfortablen aber auch finanziell recht anspruchsvollen IC-Fahrt sind wir nun endlich in Köln angekommen und werden nun 6 Tage lang der undankbaren Aufgabe nachgehen, für euch nach den Hits der kommenden Videospielsaison Ausschau zu halten. Ich weiß, das hört sich echt hart an und ihr fragt euch bestimmt, wie wir mit all dem Druck und dieser Flut an unglaublich Subjektiven und unreflektierten Informationen umgehen können aber keine Angst, wir haben ein dickes Fell und werden und einen Weg durch die Armeen der PR-Typen und Messe-Hostessen bahnen. Mission numero uno auf unserer Odyssey war für 18:00 Uhr angesetzt. Im „E-Werk“ lud Sony zum Media-Preview Event…

„Media-Preview“… was für ein Wort aus dem großen Duden der PR-Sprache. Okay ich übersetz das mal für euch: großes Presse-Treffen mit ein paar Entwicklern, Producern und PR-Typen die sich ein paar Mal am Abend auf die Bühne stellen, was zu ihren neuen Spielen erzählen, Trailer zeigen und ein paar Games anspielen (Hihihi, ich muss gerade lachen weil ich an Mike Shinoda denken musste aber dazu komm ich später noch…). Dazu gibt’s dann noch massig zu Essen und zu Trinken und man kann sich an diversen Monitoren einen Eindruck von den Neuankündigungen machen.Im Hotel

18:00 Uhr war natürlich nicht einmal annähernd der Beginn der Veranstaltung, was uns aber zu Gute kam, da wir eh etwas spät dran waren. Gegen kurz nach 7 war es dann aber endlich soweit und die Tore öffneten sich. Keine 2 Schritte später wurde man schon freundlich darauf hingewiesen, dass man sich eine 3D-Brille besorgen solle – BOA EY!!! 3D!!! WIE KRASS!!! … wird sich wohl so mancher vorschnell gedacht haben. WIR natürlich nicht. Zumindest nicht alle, Oliver und Josef haben nämlich keine bekommen, da an dem einen Stand die Brillen und an dem anderen Stand die passenden Pfand-Bändchen ausgegangen waren. Ein organisatorisch relativ leicht zu lösendes Problem, möchte man meinen aber Sony scheint wohl spontan nicht so schnell mit Ideen um die Ecke zu kommen. Selbst als ich meinen Vorschlag freundlich unterbreitete, zeigte man wenig Einsicht. Vielleicht hätte erst jemand von Nintendo auf die Idee kommen müssen…

Die Präsentation an sich verlief dann relativ unspektakulär. 3D war an sich nur ein Trailer-Zusammenschnitt am Ende der Präsentation, allerdings war auch hier der Effekt eher ernüchternd. Während lauthals verkündet wurde 3D sei die Zukunft, des Spielens, würde das Videospielerlebnis auf völlig neue Ebenen führen, den Weltfrieden sichern, die Reise zum Mars ermöglichen und Chuck Norris einen Roundhouse-Kick verpassen sah man Trailer von „Motor Storm Apocalypse“, „Killzone 3“ und „Virtua Tennis 4“ die zwar relativ hübsch anzuschauen waren, sich jedoch scheinbar optisch auf 2 Ebenen abspielten. Während Objekte im Vordergrund dreidimensional abgebildet wurden und in der Tat auf den Spieler zuzukommen schienen, waren die Hintergründe so flach und 2-dimensional wie eh und je.

Den meisten Eindruck machte wohl der Live-Action-Trailer von Resistance 3 der Gamescom-exclusiv vom Insomniac Chef höchstselbst vorgestellt wurde. Relativ aufwendig gedreht, transportierte er auf jeden Fall viel Athmosphäre, gab aber natürlich nichts vom eigentlichen Spiel preis. Auch der 2. Titel von Insomniac „Ratchet & Clank – All 4 One“, der mit einem 4 Spieler Ko-op Modus punkten will, der auch live auf der Bühne gespielt wurde, machte einen guten Eindruck und sah Gameplay-technisch etwas nach „New Super Mario Brothers“ 3D aus…… mit Robotern und kleinen Nagetieren mit Spitzohren.

Ein großer Bestandteil der Präsentation beschäftige sich mit den Diensten des Playstation Networks wie „Play TV“, das nun mit einer Social-Network Funktion aufwartet, bei der Nutzer live das laufende Programm beurteilen können und „Muni“ einer Film-Plattform die nebem dem Video-Delivery-Service existieren  und vorallem Underground und Indie-Filme ins Bewusstsein der Nutzer rücken soll. „Community“ ist also das große Stichwort für Sony in den kommenden Jahren. Alles wird vernetzt, alle Spieler helfen sich gegenseitig, diskutieren und generieren Spiele-Content. Zumindest wenn es nach Sony geht. Ob die Spieler darauf Bock haben oder lieber ungestört in ihrem dunklen Keller zwischen Pizza-Schachteln und Playboy-Magazinen der 80er Jahre sitzen bleiben, bleibt abzuwarten.

P.S.: Ach ja, Mike Shinoda…. Der Fast-Frontmann von Linkin-Park und unglaublichen talentierte Jay-Z-Echo-Simulator („I need you to remember one thing…. One thing!” gab sich die Ehre und spielte eine Demo-Mission vom neuen Teil der “Medal of Honour”-Serie. Nicht nur das die Mission einen extrem schlechten Eindruck machte, der gute Mike wurde auch noch nach allen Regeln der Kunst von der KI aus seinem Fluggerät geholt. Bei „Gunfighter“ schlüpfte Mike in die Rolle eines Schützen an Bord eines Kampfhubschraubers und sollte eine Afghanische Rebellen-Siedlung von feindlichen Streitkräften befreien. Nachdem Mike dann aber die 5. Rakete eines KI-Afghanen mit seiner Windschutzscheibe abfing, war die Mission für ihn zu Ende. Ich finds witzig…

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