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Melt!2010 – Was schmelzen will, muss heiß sein!
Yes my friend das Meltfestival 2010 is “The Place To Be”! Und genau deshalb bin auch ich heute hier, zusammen mit Pop10. Bevor ich euch von meinen ersten Eindrücken des wohl aufregendsten, stylischsten, badefreundlichsten und atemberaubendsten Festival des Jahres erzähle, muss ich euch Eines sagen: Kacke, ist mir heiß!
Jeder der in Englisch gut aufgepasst hat, weiß dass melting im Deutschen schmelzen bedeutet. Auch die Erfinder des Meltfestivals hatten bei Namensgebung an genau diese Übersetzung gedacht, denn das Melt! vereint elektronische Musik und Gitarrensound, verschmelzt also unterschiedliche Genre.
Melt! – Hier verschmilzt elektronische Musik mit Gitarrensound.
Aber dass man auf dem Meltfestival auch als Besucher vor sich hinschmilzt, damit hätte zumindest ich bis heute nicht gerechnet. Alle unsere deutschen Freunde wissen, dass es grade fucking hot in der Heimat, also auch hier ist. Aber das Wetter alleine ist nicht Schuld daran, dass den Leuten hier die Suppe aus allen Poren schießt. Es sind auch die verdammt guten Bands, die Leute, die Atmosphäre und sauberen Klos, die die Stimmung zum überkochen bringen! Was ich damit sagen will: das Melt! 2010 ist nicht nur gut, nein es ist verdammt gut!
Obwohl das Melt! in diesem Jahr bereits in die 13. Runde geht, ist es für mich tatsächlich das erste Mal. Heute frage ich mich beschämt, wo ich all die Jahre gewesen bin, aber um den Scham etwas abzuschütteln, schiebe ich es auf meinen langjährigen Umgang in Hip Hop- und R`n`B – Crews. Ok, jetzt mal ohne Scheiß, ich glaube für die meisten meiner alten Frankfurter Freunde ist der Weg zu weit und der Preis zu heiß! Tja, da sieht man mal wieder, dass deren Wissen auf Unwissen basiert, denn für das was einem hier geboten wird, verzichtet man auch gerne mal auf ein Eis und der Weg ist auch nicht so weit, es sei denn man fährt im Kreis!
Mein erstes Erscheinen beim Melt! begann mit einer uninteressanten Reise von Stockholm nach Müllrose und von da dann nach Magdeburg! Dort traf ich dann zusammen mit meinem Melt-Koffer, der für ca. 100 Tage gepackt ist auf die Crew von Pop10 und dann ging es auch schon ab nach Gräfenhainichen auf das Festivalgelände Ferropolis. Ich habe schon einige Beiträge über das Gelände gesehen und habe auch schon viele von den riesigen Baukränen schwärmen hören. Und wenn man wie ich ein Freund der unbelassenen
Natur ist, fragt man sich, Wunder was hier kommt. Nun wo ich hier so stehe, zwischen all den Stahlriesen, muss ich tatsächlich 2 Mal hingucken.
Bei der Kulisse muss man tatsächlich 2 Mal hingucken!
That´s nicht schlecht Herr Specht! Und jetzt, wo die Sonne endlich untergegangen ist (endlich, weil die Hitze einfach nicht mehr zu ertragen war), leuchtet die Stahlstadt Ferropolis auch noch unter einer fetten Laserschau auf. Das setzt dem Ganzen noch einen gewaltigen i-Tupfel auf!
Aber der i-Tüpfel, wäre ja keiner, wenn es nicht nen i hätte. Und das Gelände alleine ist ja schön und gut, aber nen Motor braucht es auch, damit es ein Auto wird
Und der Motor sind in diesem Sinne natürliche die Musiker und ihre Auftritte. Nachdem wir von Pop10 unseren Presseausweis und unser Melt-Pressebändchen bekommen hatten, sind wir auch schon wie die Chinesen zum Festivalgelände gefahren und haben unser vorübergehendes Studio aufgebaut.
Das Wort Chinesen passte an der Stelle ganz gut, weil ich alleine schon innerhalb der ersten 2 Stunden fast 100 Bilder gemacht hatte
Kaum hier angekommen, stand für unsere Neuigkeiten Moderatorin Bettina auch schon ein Interview mit Midlake an. Der Junge, mit dem das Interview dann geführt wurde war zwar nicht der gesprächigste, aber das kann man ja auch verstehen, bei dem Wetter!
Nach diesem äußerst chilligen Interview gings dann zurück ins “Studio”, wo dann auch schon Kevin Baird vom Two Door Cinema Club zum Interview bereit stand. Obwohl der Junge geschwitzt hat wie Bolle, wollte er anscheinend nicht auf seine Hitzeboots verzichten. Ein bisschen Style muss eben sein!
Nach dem guten Kevin schauten dann auch schon zwei Freunde von Delphic bei uns vorbei, um das eine oder andere Statement abzugeben. Fast parallel dazu gab Bonaparte in der Halle, in der wir uns befanden, eine Pressekonferenz. Schon da konnte man erahnen, was einen dann 2 Stunden später auf der Bühne erwarten wird.
Von den ganzen Interviews kann einem durchaus schwindelig werden und deshalb musste ich erst mal raus, raus zum Strand. Da ich meine Badesachen leider nicht im Portmonaie hatte, konnte ich mich nur für die anderen freuen, die sich in dem hübschen See eine Abkühlung verschaffen konnten. Gott sei Dank hatte ich meine guten 2,50€-Treter von Nanu Nana, so konnten meine Füße wenigsten nicht vor Neid wegschwimmen.
Abgekühlt oder nicht, wollte ich mir um 18 Uhr auf gar keinen Fall Bonaparte live entgehen lassen. Und das hat sich definitiv gelohnt! Das Konzert war der Hammer (finde ich, ganz persönlich). Also wenn die watt können, dann ist es rumspinnen. Bei deren Show gab es so gut wie alles: Babyköpfe, Bären, Puppen, Pferde, Tote, Nackte und Computer. Und das alles inszeniert von Menschen in Kostümen. Fuck ey, bei dem Wetter! Also wenn jemand heute meinen Respekt verdient hat, dann die Jungs und Mädels von Bonaparte.
Meine gesamter Respekt geht heute an: die Mitglieder von Bonaparte!
Als 3 Mitglieder der Band später am Abend noch bei uns zum Interview waren, habe ich die Damen mal gefragt, wie sie das ausgehalten haben. Ihre spontane Antwort war, dass sie sich das auch die ganze Zeit gefragt haben. Dann meinten sie aber noch, dass das die Arbeit von jeder Menge Puder und noch mehr Puder war. Wie dem auch sei, der Auftritt war geil!
Direkt nach Bonaparte (also nach 30 Minuten Umbaupause und so) kamen dann auch schon die Shout Out Louds auf die Bühne. Man man man, zwei gute Band gleich so kurz nacheinander. Mein Kreislauf sage ich da nur! Ich bin schon ewig Fan von den Shout Out Louds, aber anscheinend nicht treu. Denn tatsächlich habe ich sie heute zum ersten Mal live gesehen, obwohl ich sie doch schon seit fast 5 Jahren liebe! Ich bin eine schlechte Mutter, I know! So kann es sein, aber dafür habe ich mein Erstes Mal umso mehr genossen!
After this wollte ich mir noch das Konzert vom Two Door Cinema Club angucken, bin aber wohl, aus Grund von ungünstigen Überschneidungen, etwas zu spät gekommen und konnte mich dann nur noch mit der Musik und ner bebenden Menge befriedigen. Von der Band habe ich leider nicht mehr viel gesehen.
So, jetzt ist es schon spät in der Nacht und mir ist noch immer heiß. Ik hoffe mein erster Input vom Melt!2010 hat euch gefallen, denn morgen gibts mehr davon, ganz bestimmt!
Ihr wollt mehr als nur Fotos vom Melt:
Haut rinn, Susi!


















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